Leisten- und Gesäßschmerzen: Die richtige Ursache finden

Leisten- und Gesäßschmerzen: Woher kommen die Beschwerden wirklich?

Leisten- und Gesäßschmerzen: Die richtige Ursache finden

Schmerzen in der Leiste oder im Gesäß sind nicht nur unangenehm, sondern oft auch schwer einzuordnen. Viele Betroffene vermuten zuerst ein Hüftproblem – allerdings können sich viele verschiedene „Übeltäter“ dahinter verstecken: Wirbelsäule, Muskeln, Sehnen oder Nerven zum Beispiel.

Die wichtigste Frage lautet daher: Woher kommen die Schmerzen wirklich?

In meinem Alltag als Facharzt für Orthopädie in Mödling, sehe ich regelmäßig Patientinnen und Patienten mit Leisten- oder Gesäßschmerzen. Was dabei immer für eine erfolgreiche Behandlung entscheidend ist, ist der tatsächlichen Ursache auf den Grund zu kommen. Dabei gibt es Bereiche, die sich häufig als Auslöser gezeigt haben:

Leistenschmerzen durch das Hüftgelenk

Wenn sich plötzlich Schmerzen in der Leiste beim Gehen, Treppensteigen oder bei längerem Sitzen zeigen, deutet das auf ein Problem mit dem Hüftgelenk hin. Die gängigsten Ursachen dafür sind:

  • Coxarthrose (Hüftarthrose)
  • Femoroazetabuläres Impingement (FAI)
  • Schleimbeutelentzündung (Bursitis trochanterica)

Gesäßschmerzen durch die Wirbelsäule

Sind es Schmerzen im Gesäß, die bis ins Bein ausstrahlen, könnte daran die Lendenwirbelsäule schuld sein. Zum Beispiel bei:

  • einem Bandscheibenvorfall
  • einer Spinalkanalstenose
  • einer Ischialgie (Reizung des Ischiasnervs)

Überlastung von Muskeln und Sehnen

Besonders Sportler:innen kennen es – Schmerzen durch übermäßig strapazierte Muskeln und Sehnen. Häufig davon betroffen sind:

  • Hüftbeuger (Musculus iliopsoas)
  • Adduktoren
  • Glutealmuskulatur
  • Piriformis-Syndrom (Gesäßschmerzen mit Ausstrahlung)

Leistenbruch erkennen

Ein erstes und häufiges Anzeichen für einen Leistenbruch sind ziehende Schmerzen in der Region der Leiste, die sich bei Belastung noch verstärken können.

Achtung: Ein eingeklemmter Leistenbruch ist immer ein Notfall und muss sofort behandelt werden.

Nerven als Ursache: Auf Taubheit achten

Gereizte Nerven zeigen sich durch unangenehmes Kribbeln oder Taubheit. Betroffen sind davon häufig:

  • Nervus femoralis
  • Nervus obturatorius

Schmerzen verstehen: Was steckt wirklich dahinter?

Klar ist also, dass die Gründe für Schmerzen in der Leiste oder im Gesäß vielfältig sein können. Eine konkrete Lokalisierung ist das Um und Auf, damit die eigentliche Ursache gezielt behandelt werden kann – statt nur die Symptome kurzfristig zu lindern. Zusammengefasst heißt das:

  • Leistenschmerzen beim Gehen oder Treppensteigen: häufig Hüftproblem
  • Gesäßschmerzen mit Ausstrahlung ins Bein: oft Bandscheibe oder Ischias
  • Schmerzen beim Husten oder Pressen: mögliches Anzeichen für Leistenbruch
  • Stechender Schmerz bei Bewegung: meist muskuläre Ursache

Symptome können sich allerdings auch überschneiden, deshalb ist eine ärztliche Abklärung bei langanhaltenden Beschwerden unumgänglich.

Diagnose: Warum eine genaue Abklärung so wichtig ist

Falsche Selbstdiagnosen sind keine Seltenheit und können nicht nur zu Fehlbelastungen, sondern langfristig auch zu chronischen Beschwerden führen. Eine medizinische Untersuchung kann das verhindern.

So erfolgt die Abklärung in meiner Ordination in Mödling:

  • Zuerst gibt es eine ausführliche Anamnese.
  • Dann folgt die klinische Untersuchung.
  • Zudem werden bildgebende Verfahren (Röntgen, MRT, Ultraschall) eingesetzt.

Nur so lässt sich die tatsächliche Ursache sicher feststellen.

Wann sollten Sie nun zum Orthopäden gehen?

Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn die Schmerzen länger als einige Tage anhalten, sich verschlimmern, in Ruhe oder nachts auftreten oder von Taubheit, Kribbeln und Kraftverlust begleitet werden.

Denn: Je früher die Ursache erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsergebnisse.

Wenn Sie unter Beschwerden leiden, biete ich Ihnen in meiner Ordination in Mödling eine umfassende orthopädische Abklärung und individuelle Therapie.

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